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Zukunftssichernd

Biogaseinspeiseanlage Frickingen

Zweite Biogaseinspeiseanlage im Netzgebiet der Netze ODR erfolgreich in Betrieb genommen

Seit Juli speist der Q-Hof Raunecker in Frickingen aufbereitetes Biomethan in das Gasnetz der Netze ODR ein. Nach der ersten Biogaseinspeiseanlage in Ziertheim ist dies bereits das zweite Projekt dieser Art im Netzgebiet. Damit wächst der Anteil erneuerbarer Gase in der bestehenden Infrastruktur weiter und zeigt, welches Potenzial im Zusammenspiel von Landwirtschaft und Energiewirtschaft steckt. 

Der Q-Hof Raunecker setzt bereits seit Jahren auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Auf dem Betrieb werden Strom und Wärme aus Bioenergie erzeugt und Photovoltaikanlagen betrieben. Mit der neuen Biogaseinspeiseanlage geht der Hof nun den nächsten Schritt und macht die vor Ort erzeugte erneuerbare Energie auch für das regionale Gasnetz nutzbar.

Für die Netze ODR ist das Projekt zugleich ein Beispiel für die Möglichkeiten, die im eigenen Netzgebiet liegen. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe erzeugen bereits heute Bioenergie und schaffen damit die Grundlage für eine stärkere Nutzung regional erzeugter Energie. „Mit jeder neuen Biogaseinspeiseanlage steigt der Anteil erneuerbarer Gase in unserem Netz. Die Anlage in Frickingen zeigt, dass erneuerbare Energie direkt vor Ort erzeugt und über die bestehende Infrastruktur zuverlässig verteilt werden kann“, sagt Geschäftsführer Matthias Steiner.

Mit den beiden bislang realisierten Biogaseinspeiseprojekten in Frickingen und Ziertheim besteht das Potenzial, rund 10,5 Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs im Netzgebiet der Netze ODR durch erneuerbares Gas zu ersetzen. 

Als Netzbetreiber sorgt die Netze ODR dafür, dass das aufbereitete Gas sicher in das öffentliche Netz integriert wird. Dafür wird das Rohbiogas zunächst zu Biomethan aufbereitet, auf Erdgasqualität gebracht und an den erforderlichen Netzdruck angepasst. Vor der Einspeisung erfolgen umfangreiche Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen. Auch im laufenden Betrieb werden die eingespeisten Energiemengen kontinuierlich gemessen und überwacht.

Von der ersten Planung im Jahr 2024 bis zur Inbetriebnahme im Juli 2026 erstreckte sich das Projekt über rund zweieinhalb Jahre. Auf die Planungsphase von Januar 2024 bis März 2025 folgten der Anlagen- und Leitungsbau sowie die Bauarbeiten vor Ort. 

Die neue Anlage kann jährlich bis zu 1,66 Millionen Kubikmeter Biomethan in das Netz einspeisen. Das entspricht einer Energiemenge von rund 17.760 Megawattstunden. Damit könnte rechnerisch der jährliche Gasbedarf von rund 5.000 durchschnittlichen Haushalten gedeckt werden. Sie leistet somit einen Beitrag zur regionalen Energiewende und zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Region.

Die Netze ODR sieht in Biomethan einen wichtigen Baustein für die künftige Energieversorgung. Die steigende Zahl von Anfragen zur Einspeisung zeigt, dass das Interesse an dieser Form der Energieerzeugung weiter zunimmt. 

Biogaseinspeiseanlage Frickingen

Biogaseinspeiseanlage Frickingen